Education is not for sale!

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Spendenkonto für die Kampagne:
Sarah Stockmann, Kontonummer: 447 282 51
BLZ: 305 500 00 Sparkasse Neuss
Verwendungszweck: Education is not for sale

 

Mediagruppe education is not for sale!
Netzwerk von SchülerInnen- und Studierendengruppen für ein demokratisches Bildungswesen und gegen das GATS-Abkommen Pressemitteilung, Berlin, 29.11. 2002
GATS: USA-Forderungen

Schüler und Studenten fordern sofortiges Moratorium für GATS Verhandlungen –
USA Forderungen im Bildungsbereich sind ein Schlag ins Gesicht der Entwicklungsländer –
Die öffentlichen Daseinsvorsorge (wie z.B.Bildung) muss aus GATS Verhandlungen rausgenommen werden –

Momentan wird das Abkommen zur Liberalisierung von Dienstleistungen (GATS) in der Welthandelsorganisation WTO verhandelt. Ziel ist die Kommerzialisierung nahezu jeder öffentlichen Dienstleistung. Zu den öffentlichen Diensten gehören u.a. die Bereiche: Bildung, Gesundheitsfürsorge, Kultur sowie Energie- und Wasserversorgung. Kein Dienstleistungssektor bleibt verschont.

Die GATS-Forderungen für den Bildungsbereich, die von den USA an andere WTO-Mitglieder gestellt wurden, sind jetzt bekannt geworden. Darin wird die weitestgehende Liberalisierung des Sektors und der weitere Abbau innerstaatlicher Regelungen gefordert.

René Schuijlenburg, Pressesprecher vom Schüler- und Studentennetzwerk Education is not for sale, sagt dazu:
" Von der Europäischen Union fordert die USA, dass all ihre Mitgliedsstaaten die gleichen Verpflichtungen im Bildungsbereich eingehen. Obwohl die USA die Europäische Union nicht explizit aufgefordert hat, ihre bisherige Trennung von privaten und öffentlichen Bildungseinrichtungen aufzugeben, ist es gut möglich, dass die USA versucht, dies auf indirektem Weg zu erreichen."

Schuijlenburg weiter: "So fordert die USA z.B. von einigen Mitgliedskandidaten der europäischen Union (Polen, Ungarn und die Tschechische Republik ) ´full commitments´ im Hochschulbereich, also die vollständige Unterstellung dieses Bereiches unter die WTO-Regeln. Sie werden voraussichtlich noch vor Abschluss der Verhandlungen EU-Mitglieder sein. Mögliche Auswirkungen von Zugeständnissen der Mitgliedskandidaten für die heutigen EU Mitgliedstaaten sind durch die völlige Intransparenz der laufenden Verhandlungen völlig unklar".

David Hachfeld, Mitarbeiter der anti-GATS Kampagne von ATTAC, sagt dazu: "Da die Europäische Union keine Einsicht in die an sie gerichteten Forderungen gibt und die Verhandlungen weiterhin hinter verschlossenen Türen stattfinden, wird auch ihr durch Handelskommissar Pascal Lamy am 12. November groß verkündeter Konsultationsprozess im Rahmen der GATS-Verhandlungen daran nichts ändern. Diese Konsultationen sind nichts anderes als ein Versuch, die Öffentlichkeit zu täuschen. Die Bürgerinnen und Bürger der EU werden darin aufgefordert zu Papieren Stellung zu nehmen, die ihnen überhaupt nicht zugänglich sind."

Rene Schuijlenburg erklärt: "Wir fordern die Bundesregierung und EU Handelskommissar Pascal Lamy auf, die öffentliche Daseinsvorsorge wie z.B. Bildung aus den GATS-Verhandlungen herauszunehmen, und erinnern sie daran, dass dies sowohl von der Enquête-Kommission ´Globalisierung der Weltwirtschaft´ des Deutschen Bundestages als auch von dem Ausschuss der Europäischen Regionen empfohlen worden ist.´ Weiter sagt Schuijlenburg: "Unsere Forderungen beziehen sich nicht nur auf die Länder der Europäischen Union, sondern auf alle Mitgliedstaaten der WTO. Im Bildungsbereich fordert die USA auch ´full commitments´ im Bildungsbereich von Ländern wie Argentinien, das ohnehin schon von einer Finanzkrise betroffen ist - einer Finanzkrise, die die neoliberale Globalisierung verursacht hat. Wir werden unsere Forderungen in den kommenden Monaten mit einer Anti-GATS Kampagne unterstreichen. Ein Höhepunkt wird der europaweite GATS-Aktionstag am 13.03.2003 sein."

René Schuijlenburg, Pressesprecher Education is not for sale
David Hachfeld, Mitarbeiter der ATTAC Anti-GATS Kampagne

Die US Forderungen im Wortlaut: http://www.attac-netzwerk.de/gats/usrequestseducation

 

23.11.2002
Pressemitteilung: Wer jetzt nicht handelt wird beklaut!
European protest campaign 2003:

Aufruf zum europaweiten Aktionstag am 13. März 2003 gegen das GATS

 

Freier und gleicher Zugang zu Bildung für alle
Das Netzwerk Education is not for sale kämpft für eine demokratische und an den sozialen Belangen der Gesellschaft orientierte Bildung, zu der alle Menschen freien und gleichen Zugang haben. Daher wehren wir uns gegen die aktuelle bildungspolitische Entwicklung, in deren Zuge die Verantwortung für Bildung an Schule und Hochschule vom Staat immer mehr an private Unternehmen und Investoren abgegeben wird. Dadurch wird ein Bildungsmarkt geschaffen, in dessen ökonomischer Logik das Ziel von Bildung allein von den Bedürfnissen der Unternehmen geprägt wird.

Für eine offene Gesellschaft ist eine vielseitige Bildung, auch wenn sie nicht von ökonomischem Nutzen ist, unabdingbar. Diese Vielseitigkeit aber wird im Bildungswettbewerb vom Markt auf das ökonomisch Sinnvolle reduziert. Deshalb muss Bildung Grundrecht bleiben und darf nicht zur Ware verkommen!

Die Einführung von Studienkonten und gebühren lehnen wir somit kategorisch ab. Studienkonten sind ein entscheidender Schritt zum Einstieg in eine vom Markt kontrollierte Bildung. Hier wird die Qualität der empfangenen Bildungsdienstleistung durch private Zuzahlung gesteigert. Somit sind die Bildungschancen vom eigenen Geldbeutel abhängig, was die soziale Selektion des Bildungswesens, die ohnehin in Deutschland schon sehr hoch ist (s. Eurostudent 2000, Studie europäischer Studentenwerke), weiter verschärft. Wir müssen aber gerade diese Selektion verringern, denn das Grundrecht auf Bildung muss unabhängig von der eigenen (oder elterlichen) Zahlungskraft bleiben.

Die Einführung marktwirtschaftlichen Wettbewerbs in der (Hoch-)Schulbildung in den USA hat gezeigt, dass die Qualität der kostenlosen Bildungsangebote rapide abgenommen hat. So soll die Entwicklung unserer für alle verfügbaren Bildung nicht aussehen. Deshalb wehren wir uns gegen den Ausverkauf der öffentlichen Bildung!

GATS stoppen!
Im General Agreement on Trade in Services (GATS), das bei der Welthandelsorganisation (WTO) verhandelt wird, wird genau die oben beschriebene Ökonomisierung der Bildung mit aller Kraft vorangetrieben. Doch nicht alleine Bildung ist betroffen: Das GATS umfasst alle Dienstleistungen, um sie weltweit handelbar zu machen. Weitere betroffene Bereiche sind etwa Umweltschutz, Gesundheitswesen, Transport, Wasserversorgung und Medien. Im Zuge der Beseitigung von Handelshemmnissen durch die WTO mit dem Ziel, den weltweiten Handel mit Dienstleistungen weiter zu liberalisieren, wird es unmöglich sein, ein öffentliches Wesen aufrecht zu erhalten. Denn heute noch selbstverständliche Dinge wie öffentliche Filmförderung oder die staatliche Finanzierung von Hochschulen sind nach den Regeln des GATS schon bald eine Ungleichbehandlung (Diskriminierung) im Wettbewerb und somit ein Handelshemmnis.

Die Auswirkungen des GATS begünstigen große Konzerne und benachteiligen weniger zahlungskräftige Menschen. Die Folge ist ein weiteres Öffnen der Schere zwischen Arm und Reich sowohl innerhalb Deutschlands und Europas als auch weltweit.

Deshalb: STOPPT GATS 2000! Weitere Informationen zum GATS: www.education-is-not-for-sale.org und www.gats-kritik.de
EU-wide protestcampaign in 2002: Education is not for sale! http://www.education-is-not-for-sale.org
Independent news from student- and schoolstudent activists: http://education.portal.dk3.com/

 

Education Group Charter European Social Forum (ESF) Florence, 2002

European protest campaign 2003

Principles, which must guide our actions and which must guide the construction of the Europe of Education:
1. Education is a right, not a commodity. Education must be a public service, free and secular. Its financing must be public.
2. The mission of education is to educate, form and qualify workers, citizens and humans. Economic profits must not guide its objectives. Education also has a role of fostering social change.
3. Research and knowledge must develop in all fields in freedom and must respond to the needs of societies.
4. Education must also allow the success of a greater number of people. The democratisation of Education systems is necessary all over Europe. The raising of the general level of education must be an objective.
5. Against the logic of deregulation and "competencies" for "employability". It is necessary to promote qualifications determined by social needs and recognised by all in Europe.
6. Lifelong Learning is a right for all workers and citizens.

These principles force us to place education at the heart of the construction of Europe for an other globalisation. The next ESF must give a more important place to education. We will participate in campaigns for an other Europe in the world. We will support and carry out joint campaigns on the European level to defend our vision of the Europe of Education. The main principles of these campaigns are:

Education for all
Democratisation of the education systems
The rejection of the integration of education into the fields of trade liberalisation - No to GATS!

We therefore call upon the education community for a day of action in Europe on March 13th 2003 against GATS and for public education under the motto "Education not profit".
We also want to prepare the next meeting of education ministers in Berlin in 2003 about the process of European educational integration.

Regular up-dates about the campaign at our mailinglist.
Subscribe now: http://groups.yahoo.com/group/international-pupil-and-studentactions
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http://www.education-is-not-for-sale.org -- EU-wide protestcampaign: Education is not for sale!
Independent news from student- and schoolstudent activists: http://education.portal.dk3.com/

website IL, Letzte Änderung 30.11.2