"Die monumentale Studie ermöglicht auf der Basis umfangreichster Quellenarbeit einen ganz neuen Blick auf die bildungspolitischen Revolutionen um 1800 und auf die Transferprozesse zwischen ‚deutscher‘ und ‚jüdischer‘ Aufklärung, die diese Revolutionen ermöglicht haben.

Im Mittelpunkt der Darstellung stehen mit Wilhelm von Humboldt (1767–1835) und David Friedländer (1750–1834) nicht nur zwei Protagonisten, die sich im Laufe ihrer lebenslangen Freundschaft intensiv über Bildungsideale und -politik austauschten, sondern die darüber hinaus paradigmatisch einstehen für die epochalen Bildungsbewegungen der jüdischen Aufklärung (Haskala) und des Neuhumanismus.

Beide Bewegungen werden von Uta Lohmann ausführlich charakterisiert und kontextualisiert, so dass Neulinge der Materie die Studie als bildungsgeschichtliche Einführung lesen können, während Kenner auf den mehr als 600 Seiten des Buches reichlich Neues und Überraschendes finden können."

Aus der Rezension von Cord-Friedrich Berghahn (Braunschweig), in: Germanisch-Romanische Monatsschrift 70.1 (2020), S. 100-106.